Qualifizierung ausbildender Fachkräfte in Ausbildungsbetrieben 2022

Von Februar bis April 2022 hat die „Azubiflüsterin“ Sabine Bleumortier 296 Ausbildungsleiter und 139 ausbildende Fachkräfte zu ihrer Rolle als Ausbilder/-innen befragt. Die wichtigsten Ergebnisse sind in der Grafik unten zusammengefasst. Aus den erhobenen Daten ergeben sich folgende Handlungsempfehlungen:

1. Ausbildende Fachkräfte sollten auf ihre Funktionen vorbereitet werden

Die Umfrage hat gezeigt, dass 74 % der Ausbildungsleiter über kein Anforderungsprofil für ihre ausbildenden Fachkräfte verfügen. In über der Hälfte der Ausbildungsbetriebe (52 %) sind die Aufgaben der Azubibetreuer nicht schriftlich dokumentiert.

Beides, das Anforderungsprofil und die schriftliche Fixierung der Aufgaben sind jedoch maßgeblich für eine einheitliche und effektive Betreuung der Auszubildenden in den Betrieben. Für die Vorbereitung sollten neben der Ausbildereignungsprüfung persönliche Gespräche, Informationsunterlagen und weitere Trainings angeboten werden.

2. Zur Unterstützung von ausbildenden Fachkräften sind regelmäßige Qualifizierungsmaßnahmen notwendig

 68 % der ausbildenden Fachkräfte wünschen sich mehr Unterstützung durch Trainings. Themen, wie die Motivation von Auszubildenden und das Konfliktmanagement sowie Lehrmethoden und das Coaching von Auszubildenden stehen dabei an erstgenannter Stelle. Neben den Trainings sind auch andere Formate wie Vorträge, Workshops, Treffen zum Erfahrungsaustausch oder digitale Formate/Online-Trainings empfehlenswert.

3. Digitale Medien sollten stärker in der Ausbildung eingesetzt werden

Sowohl bei der Vorbereitung auf die Funktion Azubibetreuer als auch während dieser Tätigkeit sollten zur Unterstützung digitale Medien und Formate eingesetzt werden. Ausbildende Fachkräfte stehen den digitalen Formen, insbesondere Onlinekursen zum selbständigen Erarbeiten der Inhalte sehr aufgeschlossen gegenüber.

Fast die Hälfte der ausbildenden Fachkräfte wünscht sich den Einsatz eines digitalen Tools z. B. für Ausbildungspläne, Berichtswesen, Beurteilungen usw. Ein solches Hilfsmittel zum Ausbildungsmanagement ist derzeit nur bei 32 Prozent der Befragten vorhanden.

4. Der Stellenwert der Ausbildung in den Betrieben ist zu erhöhen.

Den Stellenwert der Ausbildung in den Betrieben geben die ausbildenden Fachkräfte bei einer Skala von 1 (sehr hoch) bis 5 (sehr niedrig) im Durchschnitt mit 2,6 an. Der Stellenwert der ausbildenden Fachkräfte wird mit 3,0 als niedriger empfunden.

Ausbildende Fachkräfte und deren Arbeit sollten mehr Wertschätzung erhalten. Wie empfinden Sie den Stellenwert der Ausbildung in Ihrem Unternehmen?

Fazit:

In der Ausbilderqualifizierung gibt es Luft nach oben

Die vorliegenden Umfrageergebnisse bestätigen, dass verschiedene Maßnahmen erforderlich sind, um die Qualität und das Ansehen der Ausbildung zu erhöhen. Weiterbildungsmaßnahmen zur Vorbereitung auf die Aufgaben von ausbildendem Personal und zur Festigung von methodisch-didaktischem Know-how sind geeignet

  • den Stellenwert der Ausbildung und Ausbilder/-innen zu steigern
  • die Qualität der Ausbildungsarbeit zu verbessern
  • und damit das Image des Ausbildungsbetriebes zu stärken, um Ausbildungsstellen besser besetzen zu können.

Wir unterstützen Sie bei der Qualifizierung von ausbildendem Personal mit unseren bewährten Workshops, Lehrgängen, Fachbüchern und anderen Medien. 

Weitere Ergebnisse, Details und Handlungsempfehlungen werden in einem Management Summary zur Verfügung gestellt. Dieses können Sie per Mail (info@bleumortier.de) kostenfrei anfordern.

 Quelle: Sabine Bleumortier

Gerne beraten wir Sie persönlich. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Corina Bieser
Tel. +49 7531 5801-140