Das Konstanzer Unternehmen Christiani unterhält seit vielen Jahren Handelsbeziehungen zu Institutionen und Bildungseinrichtungen in China. Jetzt eröffnet Christiani eine eigene Niederlassung in Guangzhou.

Christiani Education Technology (Guangzhou) Co. Ltd. lautet der Name der neuen Tochtergesellschaft von Christiani in China. Guangzhou ist die drittgrößte Stadt Chinas und ein aufstrebendes Handelszentrum. Mit seiner Lage am Perlfluss und der Nähe zu Hongkong ist Guangzhou eine wirtschaftlich wachsende Hafenstadt.

Mit der Niederlassung befindet sich Christiani in unmittelbarer Nachbarschaft zu über 8700 internationalen Unternehmen, darunter Toyota, Honda, Nissan und andere Fahrzeughersteller sowie Dienstleister wie FedEx, Allianz und weitere namhafte Unternehmen.

China ist für die Lehr- und Lernsysteme von Christiani ein wichtiger internationaler Absatzmarkt. Neben der Belieferung mit Lehrsystemen fertigt Christiani auch Übersetzungen von Lehrmitteln für den chinesischen Bildungsmarkt an. In Zukunft sollen Produkte direkt vor Ort für den asiatischen Markt angepasst werden. Zudem soll die Niederlassung gewährleisten, dass Kunden nicht nur direkt beliefert, sondern auch vor Ort betreut werden. Zu den Kunden zählen in erster Linie Schulen, Berufsschulen, Universitäten und Regierungsstellen sowie deutsche Firmen, die in China produzieren.

„Wir haben in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen auf dem chinesischen Markt gemacht. Insbesondere in den Bereichen der Elektro-Fahrzeugtechnik, Robotik und Automatisierung gibt es bereits langjährige Kundenbeziehungen“, erläutert Ralf Detzel, geschäftsführender Gesellschafter bei Christiani. Bisheriger Höhepunkte des Engagements in Asien sei der Christiani Ausbildertag im Jahre 2018 gewesen, der in Shenzhen stattgefunden hat.

Die Tochtergesellschaft in Guangzhou leitet Libin Liang als General Manager, der mit Lucia Cheng eine erfahrene Managerin an seiner Seite hat. Beide arbeiten seit vielen Jahren im asiatischen Raum für Christiani.

Im deutschsprachigen Markt ist der Bildungsanbieter Christiani eine bekannte Größe. In Berufsschulen, Betrieben und Bildungszentren kommen seit Jahrzehnten Lehrsysteme von Christiani zum Einsatz. Insbesondere in den technischen Bereichen Elektrotechnik und Metalltechnik bereiten sich Auszubildende mit Fachbüchern und Unterlagen von Christiani auf ihre Prüfungen vor.

Das deutsche duale Ausbildungssystem ist im Ausland, vor allem auch in China sehr gefragt. Entsprechend hat die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Bildungspolitik zwischen Deutschland und China eine lange Tradition. Ende 1998 wurde ein mehrjähriges deutsch-chinesisches Vorhaben zwischen dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem Zentralinstitut für Berufsbildung in Peking (ZIBB) abgeschlossen. Zwanzig Jahre später unterzeichneten der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Ministerialdirektor Udo Michallik, und der chinesische Bildungsminister Baosheng Chen eine gemeinsame Absichtserklärung für die engere Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung.

Solche bildungspolitischen Beziehungen will Christiani in Zukunft stärker nutzen, um auch in China Bildung „made in Germany“ zu ermöglichen.