Beschreibung:
1. Auflage 2002, 104 Seiten
Mit diesem Buch wird auf eine Entwicklung berufsförmiger Facharbeit aufmerksam gemacht,
die bereits heute tiefgreifende Veränderungen in der beruflichen Arbeitsteilung
auf Baustellen erkennen lässt. Über die bisher streng gehüteten Grenzen eines Berufes
bzw. Berufsfeldes hinausgehend werden Tätigkeiten in ungewohnten Verbindungen zugeordnet.
Bedingt durch Innovationen in Technik und Arbeit, einer Verschärfung gesetzlicher
Umweltverordnungen, veränderter Kundenwünsche und –erwartungen und durch die
Novellierung der Handwerksordnung ist in naher Zukunft ein grundlegender Wandel
der gebäudetechnischen Branchen zu erwarten. Gerade vor dem Hintergrund einer ökologischen
Sichtweise des Bauens ist davon auszugehen, dass insbesondere die Mitarbeiter in
den traditionellen Handwerken der Elektro- und der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche
im Rahmen von Kundenaufträgen zukünftig verstärkt mit Gewerke übergreifenden Tätigkeiten
konfrontiert werden. Hieraus ergeben sich teilweise vollkommen neue Anforderungen
an die Mitarbeiter der betroffenen Gewerke vor Ort. Die vorhandenen Kompetenzprofile
der Beschäftigten scheinen jedoch nicht in ausreichendem Maße auf diese neuen Aufgabenfelder
zugeschnitten. Es gilt daher, sowohl für die Erstausbildung als auch Fort- und Weiterbildung
entsprechende Qualifikationsangebote zu entwickeln und zu erproben.
Diese Gewerke übergreifenden Anforderungen oder Verflechtungen – wie der Autor
dieses Bandes den Sachverhalt bezeichnet – werden bisher von der beruflichen
Bildung nur eingeschränkt wahrgenommen. Zu dicht sind noch die Grenzen der Berufsfelder.
Mit dem Titel „Über den Zaun blicken...“ werden Ansätze der Verflechtungen
dargestellt und erste Ausbildungsangebote unterbreitet.